Wanderreise in den Pyrenäen

26. Juni 2019 - 07. Juli 2019, Pyrenäen in Andorra und im span. Torla.

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Der 26. Juni war das Startdatum für 12 Personen um sich auf den Weg in die Pyrenäen zu machen. Mit Bus, Flugzeug und Mitwagen wurde das Quartier in Soldeu / Andorra erreicht. Gleich am ersten Tourentag wurde über den Circ de Tristaina der Pic de Tristaina mit 2876 m erstiegen. Ein herausragender Aussichtsberg der uns das gesamte Panorama der südwestlichen andorranischen Pyrenäen zeigte. Der nächste Tag brachte eine Erholung. Das Hochtal des Pessons mit bis zu 20 verschieden großen Seen führte uns am Talende bis auf die Collada dels Pessons auf 2792 m. Auf dem Abstieg wurden die Seen bei mehr als 30 Grad auch zum Baden genutzt. Das Zentrum von Andorra war das Ziel des dritten Tourentages. Der Pic de Casamanya alleine im Zentrum von Andorra stehend, ermöglichte schon beim Aufstieg und erst recht am Gipfel auf 2740 m eine ungestörte Rundumsicht über den Kleinstaat Andorra. Nun folgte eine Tour ohne Gipfelanstieg. Durch ein wunderbar blühendes Tal erfolgte der Aufstieg bis auf 2340 m zum Estany de l‘Estanye. Hier konnte geruhsam Pause gemacht und geschwommen werden ehe der Abstieg mit zwischenzeitlicher Einkehr erfolgte. Der letzte Tag in Andorra wurde nochmals richtig anstrengend. Über zwei Seen ging es in recht unwegsamen Gelände, zuletzt im Schwierigkeitsgrad II bis auf den Coll de Noe‘ mit 2710 m. Der angestrebte Gipfel musste wegen Zeitüberschreitung ohne uns auskommen. Die Zeit in Andorra war vorbei und der Wechsel in die westlichen, spanischen Pyrenäen stand an. Unterwegs wurde bei Benasque noch eine kleine Tour im Anblick des Hauptkammes der Pyrenäen unternommen. Hier, von Torla aus, wurden nun keine Gipfeltouren mehr gemacht. Zuerst war der Canon de Anisclo das Ziel. Der sehr stark eingeschnittene Canon wird vom Rio Bellos gestaltet und weist neben einer überraschenden Pflanzenwelt, den imposanten Wasserfällen und den Nistplätzen von mehren Geierpaaren viele Überraschungen auf. Die Königsetappe was die Länge angeht, stand am achten Tourentag an. Mit 23 km Länge und fast 1200 Hm wurde der Weg über die Faja de Pelay zur Herausforderung. Faja‘s sind Höhenwege durch fast senkrechte Felswände die auf natürlichen Felsbändern angelegt sind. In unserem Fall waren der Höhenunterschied nach unten ca. 900 m und nach oben 400 m. Der Rückweg erfolgte im bekannten Valle de Ordesa mit seinen zahlreichen Wasserfälle und den bis zu 1400 m hohen Seitenwänden. Es folgte wieder ein ruhiger Tag der uns die Schönheiten des Valle de Rio Ara und ausreichend Erholung beim Schauen und Plantschen lies. Eine ganz andere Welt eröffnete sich am letzten Tourentag. Pralle Sonne in einem Karstgebiet mit völlig neuer Pflanzenwelt. Der Anstieg führte uns über einen breiten Rücken sehr gleichmäßig bis auf 1958 m Höhe . Hier dann die Überraschung. Wir standen an den bis zu 1000 m abfallenden Steilwänden des Canon de Anisclo. Was nun folgte war ein phantastisches Schauspiel. Bis zu 14 Geier boten uns eine 20 minütige Flugschau, unter uns, auf gleicher Höhe und kurz darauf über 1000 m über uns. Immer wieder begann dieses Spiel von neuem. Ein beeindruckender Abschluss unserer insgesamt 12 tägigen Wanderreise in die Pyrenäen.

Autor: Hermann Schiebel