Bergtour auf den Hönig ( Ersatz für Galtjoch )

13. Juni 2019, Lechtaler Alpen.

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Bergtour auf den Hönig (Ersatz Galtjoch)
Eine nicht gerade kleine Gruppe macht sich an diesem Morgen in Richtung Lechtal auf den Weg. Aus dem Ursprungsziel dem Galtjoch, wurde der Hönig (2034 m). Der Schnee der da oben im Joch noch liegt, hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie sich dann aber schnell zeigen sollte, nicht im negativen Sinne. Von Berwang / Brand aus beginnt ein etwas mühsamer Anstieg über steiles Grasgelände, von dem man über einen angenehmen Serpentinensteig überraschend schnell auf den flachen Gipfel mit seinem Kreuz gelangt. Man kann es kaum glauben, dass man schon oben ist. Vorher aber erlebt man einen üppigen Pflanzenwuchs im Grasgelände. Der Hönig ist ein Gras / Felsberg und gilt als der schönste Blumenberg der Lechtaler Alpen schlechthin. ‘‘Blumerlliebhaber‘‘ und Hobbybotaniker kommen hier voll auf ihre Kosten. Vom Allermannsharnisch (Allium victorialis), dem Bergknoblauch, auch Siegwurz genannt, Knabenkraut, Soldanella, das echte Alpenglöckchen,Alpenanemone, Enziane, Trollblumen und vielfarbige Gräser, über die Schmetterlinge und andere Insekten tanzen, kann man stets dem teils noch schneebedecktem Galtjoch zuwinken und die Zugspitz grüßen. Am meisten Aufmerksamkeit zog wohl der Allermannsharnisch auf sich. Hier konnten es einige Bergfexe nicht lassen, sich näher auf botanikbezogene Erforschungen einzulassen. Nach einer wirklich ausgiebigen Jause mit Blick auf die Lechtaler Berge, steigen wir gemächlich zur Kögeleshütte hinab. Eine urige, schöne Hütte auf einem Almsattel mit sehr netten Wirten. Anschließend an die Hüttenrast beginnt der Abstieg hinab zum Parkplatz und wir machen uns auf zum krönenden Abschluss, dem Wasserfall des Rotlech bei Rinnen zwischen Berwang und Weißensbach. Hier lassen wir uns beeindrucken von imposanten Naturgewalten, um danach den Nachhauseweg anzutreten. Es war ein gelungener, wunderbarer Tag.

Autor: Lisa Raible-Louati