Hüttentour Tiroler Höhenweg

29. Juli 2018 - 04. August 2018, Östl. Stubaier und Texelgruppe.

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Die Hüttentour 2018 führte die Gruppe auf den Spuren des Tiroler Höhenweges in die süd-östliche Ecke der Stubaier Alpen und im letzten Bereich wurde noch die Texel Gruppe erreicht. Der Startpunkt lag beim Gasthof Feuerstein im hintersten Gschnitztal. Dorthin brachten uns Bahn, Bus und Taxi. Am Mittag wurden dann noch die 800 Hm bis zur österreichischen Tribulaunhütte zurückgelegt. Nach der super Bewirtung und geruhsamen Nacht erfolgte der Start am Morgen in Richtung Sandesjoch mit 2599 m der höchste Punkt des heutigen Tages. Der Abstieg durch großartiges gestuftes Gelände führte dann an der ital. Tribulaunhütte vorbei, hier wurde eine Pause eingelegt, 1350 Hm hinunter in das Pflerscher Tal nach Innerpflersch und hinaus nach St. Anton. Hier musste uns Josef, der Organisator und Tourenleiter, leider verlassen und nach Hause fahren. Die weitere Tourenleitung wurde nun von mir übernommen. Die angenehme Übernachtung in einem Hotel war leider mit einem späten Frühstück gekoppelt, so dass die folgenden 1300 Hm Anstieg bei warmem Wetter erst um 9:oo Uhr unter die Stiefel genommen werden konnten. An der Alrißalm vorbei führte uns der weg im Alrißtal immer entlang des Baches und unter den Ostwänden der Maratschspitze hindurch auf die 2511 m hohe Maurerscharte. Wieder öffnete sich der Blick in ein weiteres von West nach Ost verlaufendes neues Tal, das Ridnautal. Unser Abstieg führt steil über 1200 Hm an der Prischeralm, hier wurde eingekehrt, vorbei erst über Almgelände und dann durch lichten Lärchen- und Laubwald hinunter nach Maiern. Eigentlich sollte uns der Linienbus nach Mareit ins Hotel bringen, aber wir verpassten ihn um 5 min. Ein Taxi erledigte dann die Fahrt mit und für uns. Am Mittwoch wurde dann das große Bergbaugebiet des Ridnautales und des Schneeberges durchwandert. Mit dem Taxi, der Bus fuhr zu sehr ungünstigen Zeiten, konnten wir schnell das hinterste Ende des Ridnautales mit dem Museeumsdorf erreichen. Ab hier 1400 m hoch begann der Aufstieg zur 2727 m hohen Schneebergscharte. Immer im Lazzachertal entlang und aufwärts ging es hinauf auf die Moareralm. Unterwegs musste der Bach aufgrund einer defekten Brücke gequert werden. Begleitet wurde unser Aufstieg stetig von den vielen Bauwerken des ehem. Bergbaugebietes die als Museeum erhalten werden. Obwohl es noch zu früh war, wurde an der Moaralm eingekehrt, da der folgende noch lange Aufstieg nicht vor 13:30 Uhr zu bewältigen sein würde. So waren wir dann gegen ½ 3 Uhr auf der Schneebergscharte. Von hier gab es einen tollen Überblick hinunter nach St. Martin im Schneeberg mit seinen Gebäuden und den riesigen Bergwerksanlagen. Nach nur 370 Hm Abstieg war unser Übernachtungsquartier das Schneeberghaus erreicht. Der Flair eines gut geführten Hauses lies uns gut Essen und gut Übernachten. Ein wieder früher Start, in der Nacht hatte es erstmals ausgiebig geregnet, ermöglichte uns einen angenehmen Aufstieg in die Karlsscharte 2691 m. Ein großartiger Blick streifte über den großen Talkessel des Timmelstales mit dem Schwarzsee als Anziehungspunkt. In weitem Bogen wurde durch Blockwerk hinab und dann wieder an den Schwarzsee aufgestiegen. Da das Wetter gut war und wir ausreichend Zeit hatten, wurde knapp oberhalb des Schwarzsees eine ausgiebige Mittagspause eingelegt. Über die Timmelsalpe wurde die Timmelsbrücke an der gleichnamigen Passtraße erreicht. Ein kurzer Aufstieg brachte uns zum direkt an der Straße gelegenen Gasthaus. Heute haben wir 450 Hm auf und ca. 1000 Hm im Abstieg zurückgelegt. Der letzte Wandertag begann um 8:oo Uhr mit 150 m Abstieg. Ab dem Talgrund des Seebertales erfolgte der Aufstieg durch dieses Tal und durch das hintere Seebener Kar hinauf zur 2661 m hohen Grubscharte. Bis hierher wurde erst lichter Wald und dann Almgelände bewältigt. Der Weiterweg zum Rauhe Joch gestaltete sich dann deutlich alpiner, war stark ausgesetzt und zwang uns alle zu einem genauen und bedächtigen Schritt. Mit 2761 m waren dann 1200 Hm überwunden. Nach der ruhigen Mittagspause erwartete uns ein sehr steiler und teilweise ebenfalls ausgesetzter Abstieg über 1200 Hm hinab in das Pfelderer Tal direkt nach Pfeldern im Naturpark Texelgruppe. Der letzte Tag unserer Unternehmung brachte dann nur noch die Rückreise mit Bus und Bahn nach Biberach die fast planmäßig verlief.

Unser aller Dank gilt Josef für die Idee und Planung der Tour und allen Teilnehmern durch deren Mithilfe die Tour zu einem Erlebnis für alle wurde.

Autor: Hermann Schiebel