Eine Woche "Totes Gebirge"

17. Juni 2018 - 23. Juni 2018, Totes Gebirge.

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Von wegen Totes Gebirge! Die Herkunft des Namens ist umstritten. Vielleicht kommt er von den kahlen Felsplateaus, vielleicht aber auch daher, dass Felsformationen, die kein Salz führen, auch als „tot“ bezeichnet werden. Alles andere als „tot“ ist das Gebirgsmassiv jedenfalls hinsichtlich seiner Tier- und Pflanzenwelt, wovon sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wanderwoche überzeugen konnten. Vom 17.7.-23.7.18 durchquerten 11 Mitglieder des Deutschen Alpenvereins (DAV) Sektion Biberach unter Führung von Josef Prinz und Peter Kübler den Gebirgszug im Genzgebiet von Oberösterreich und der Steiermark.

Am Anfahrtstag erfolgte der Aufstieg zur Ischler Hütte in der auch die erste Nacht auf 1368m Höhe verbracht wurde. Der nächste Tag überraschte mit Regen. Trotzdem wurde das Tagesziel der Schönberg mit 2093m Höhe erreicht. Leider machte dieser Gipfel seinem Namen keine Ehre. Es war windig und kalt und alle waren zufrieden als das Quartier im Hochkogelhaus erreicht wurde. Nächstes Tagesziel war die Rinnerkogelhütte. Über eine lange, lange Karstfläche die Aufmerksam beim gehen abverlangte, führte der Weg. Trotzdem blieb Zeit sich an der reichen Alpenflora zu erfreuen und oder das handwerkliche Talent beim ausbessern der Steinmanderln einzusetzen. Der Mittwoch war als Erholungstag gedacht. Um die Mittagszeit war das Tagesziel Albert Appel Haus erreicht. Ein Teil der Gruppe stieg noch auf den Redender Stein 1902m (kein Schreibfehler! Der Berg heißt tatsächlich so) die anderen durchstreiften die wunderschöne Hüttenumgebung und pflegten sich und die Ausrüstung. Am nächsten Tag waren 1250 m Abstieg zu bewältigen. Ein langer Tag führte auf dem E 4 hinunter nach Gössl am Ostende des Grundlsees mit Übernachtung in der Jufa . Der zweitletzte Tag ging sehr abwechslungsreich, bergauf, bergab durch das Tal der Salze, zuletzt steil auf die Tauplitz Alm mit Übernachtung auf der Grazer Hütte. Die Wetterprognose für den letzten Abstiegstag war alles andere als gut. Die Seilbahn nicht in Betrieb. Der ausgesprochen symbadische Hüttenwirt den es aus Pforzheim in diese Gegend verschlagen hat war so freundlich ,uns am Schlusstag mit dem Hüttenbus und seinem 500er Fiat hinunter an den Bahnhof nach Tauplitz zu bringen. Das sparte der Gruppe 850 m Abstieg und nasse Klamotten.

Am Ende der Tour waren sich alle einig:

Das Tote Gebirge lebt! Mit schönen Eindrücken aus einer intakten Bergwelt und zufrieden mit den Erlebnissen der Woche, wurde die Heimfahrt angetreten.

Autor: Peter Kübler