Wanderreise auf der Insel im Meer, Korsika

17. September 2017 - 27. September 2017, Insel Korsika.

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Wanderreise nach Korsika

die Wanderreise der Sektion führte in diesem Jahr vom 17.-27. September zum Gebirge im Meer, der Insel Korsika. 16 Teilnehmer machten sich mit dem Bus am Sonntagmorgen auf den Weg zur italienischen Hafenstadt Savona. Mit der Fähre erfolgte über Nacht die stürmische Überfahrt nach Korsika. Nach dem Frühstück in Bastia konnte auf der Anfahrt zu unserem ersten Hotel vom Col de Prato aus der Monte San Petrone 1767 m bestiegen werden. Das ermöglichte uns einen ersten Eindruck der Pflanzenwelt Korsikas und erlaubte den Blick zum Cap Corse, der Ostküste und zu den hohen Bergen der Inselmitte. Unser Hotel, das nun angefahren wurde, lag ca. 1,5 km von Corte im Restonicatal wunderschön und ruhig. Nach dem sehr guten Frühstück brachte uns der Bus ca. 8 km in des Restonicatal hinein wo unser Aufstieg ab der Pont de Frasseta auf die Bergerie de Cappellaccia begann. Eigentlich endete die offizielle Tourenbeschreibung hier. Wir stiegen aber weiter auf die Forcelle 1765 m und über den Grat in das Bernereccia und kamen bei Tuani wieder im Restonicatal an. Eine Tour, die uns das Zentralgebirge zeigte, die Schroffheit offenbarte und auch zeigte wie die Menschen mit spärlicher Viehhaltung versuchen zu überleben. Die Abende wurden mit einem hervorragenden Corsischen Menü und natürlich Wein und Gesprächen gestaltet. Der vierte Tag brachte den höhenmetermäßigen Höchstpunkt mit vorgesehenen 2112 m. Schon auf der Anfahrt Col de Vizzavona war von weitem frischer Schnee zu sehen. Der Aufstieg auf die Punta di l‘Orient führte erst durch Machia, versteppte Weideflächen und dann über Blockwerk bis kurz unter den Gipfel, 2085 m. Hier erwarteten uns Felsplatten die komplett vereist waren und so ein Weiter nicht erlaubten. Wir erklärten kurzerhand unseren Standort zum Gipfel und genossen die Aussicht die über die gesamte Breite der Insel von der Ost- bis zur Westküste reichte. Am Donnerstag standen weniger Höhenmeter dafür mehr Entfernung an. Das Manganellotal war unser Ziel mit seinen sehens- und erlebniswerten Kaskaden. Schon beim Anmarsch waren Kastanien- und Buchenwälder mit riesigen Stammdurchmessern zu bewundern. Daneben der Manganello mit seinen Gumpen, Strudeln und kleinen Wasserfällen. Eine Reihe mutiger nutzte die Gelegenheit um in den Gumpen der Kaskaden auch ein recht kühles Bad ( gemessene 10,5 °C ) zu nehmen. Unsere letzte Tour die von Corte aus unternommen wurde führte von Santo Pietro di Venaco an mehreren Bergerie‘s vorbei zur Kapelle Santo Eliseo. Diese Runde war geprägt durch einen sehr steilen Auf bzw. Abstieg ohne jede flachere Passage zur Erholung. Aber auch mit einer großartigen Aussicht auf die Ostseite der Insel. Am Mittag war noch eine Besichtigung von Stadt und Citedelle in Corte möglich. Am Samstag stand der Hotelwechsel von Corte nach Calvi an der Nordwestküste an. Die Fahrt führte durch das Hinterland der Agrigates und der Balagne mit dem Besuch des Aussichtspunktes Santo Antonino. Nach dem Zimmerbezug stand noch ausreichend Zeit zur Verfügung um Calvi zu Fuß kennenzulernen. Der herrausragende Berg in dieser Region ist der Capu di a Veta mit 703 m. Er war auch unser Ziel am Sonntag. Vom Hotel weg konnte in mäßigem Anstieg erst die Kapelle Notre Dame de la Serra erreicht werden. Ab hier erweiterte sich der Blick mit jedem Höhenmeter der über zum Teil grobesaber sehr griffiges, Blockwerk immer verbunden mit viel Machia zum Gipfel zurückgelegt wurde. Der ostseitige Abstieg führte durch so dichte Machia, dass oft nur ein 50 cm breiter über mannshoher Schluchtweg frei war. Nachdem nun immer wieder das Meer von oben betrachtet wurde war eine Tour zum Meer hinunter angesagt. Von der Bocca a Croce führte der Weg hinunter zur Cala di Tuara, weiter wieder 180 m ansteigend um in der Bucht von Girolata, ein kleiner denkmalgeschützter Fischerort der nur zu Fuß oder per Schiff erreichbar ist, zu enden. Nach Essen, Besichtigen und Baden erfolgte der Rückweg über eine Variante.
Der letzte Tag auf der Insel brachte die Fahrt zurück nach Bastia. Unterwegs konnte die Ortschaft Sant Florent besichtigt, gebadet oder ein Genuesenturm erstiegen werden. Bis zur Fährabfahrt war noch ein Rundgang durch Bastias Innenstadt möglich. Eine ruhige Überfahrt brachte uns über Nacht zurück nach Savona und von dort ging es mit dem Bus wieder in heimische Gefilde. Eine großartige Reise mit Eindrücken über alle Höhenlagen und Landschaftsformen Korsika‘s ging zu Ende.

Autor: Hermann Schiebel