Skitouren im Ahrntal

30. März 2019, Ahrntal.

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Fünf Tage auf Skitour im Ahrntal

 

Vom 20. bis 24. März verbrachten 18 Skitourengeher der DAV Sektion Biberach fünf tolle Tage unter der Führung von Friedemann Scheu und Heinz Reinhardt im südtirolerischen Ahrntal. Am Mittwochnachmittag konnte nach der morgendlichen Pkw-Anfahrt noch eine kleine Eingehtour auf den Hüttenkopf, 2302 m unternommen werden, wobei die Tourengeher bei der nordseitigen Abfahrt den tollen Pulverschnee testen konnten. Am nächsten Tag war wieder bei bestem Wetter die 2850 m hohe Sattelspitze das Ziel. Gleich nach dem Start ging es durch ein enges V-Tal steil zur Sache, doch ab ca. 2000 m konnte in einem schönen nordseitigen Hochtal bis zum Skidepot auf 2700 m Höhe aufgestiegen werden. Aufgrund von heiklem Triebschnee musste dann auf den Gipfel verzichtet werden. Dafür entschädigte die tolle Abfahrt über schöne und teilweise sehr steile Pulverhänge. Als Kulturschmankerl wurde dann noch im Tal die aus dem 14. Jahrhundert stammende Heilig Geist Kapelle besichtigt. Am Freitag war dann die Königstour auf den Rauchkofel, 3251 m angesagt. Über abwechslungsreiche Südhänge mussten 1700 Höhenmeter zurückgelegt werden. Dafür reichte die Sicht bei bestem Wetter vom Ortler im Westen, über die Marmolada im Süden bis zum Großen Venediger im Osten. Die Abfahrt war entlang der Aufstiegsspur dann bei abwechselnden Verhältnisse ein Genuss und es gab nach 9 ½ Stunden bei der Ankunft im Hotel nur strahlende Gesichter. Am Samstag war dann das nordseitig ausgerichtete Merbjoch mit 2826 m das Ziel. Anfangs sehr steil und später über schöne Rücken und Mulden wurde nach 4 Stunden das aussichtsreiche Joch erreicht. Die Abfahrt im Pulver war bis zur Merbalm auf 2006 m Höhe ein Traum. Am letzten Tag führte eine kurze Skitour die Teilnehmer auf die Achsel, 2336 m oberhalb des Windtales mit toller Sicht aufs Ahrntal. Die Abfahrt erfolgte bei bestem und butterweichem Firn entlang der Aufstiegsspur zurück zur  Unterkunft in Kasern. So wurden in den fünf Tourentagen bei wolkenlosem Wetter über 5700 Höhenmeter absolviert, wobei jeder Meter im Aufstieg und bei der darauf folgenden Abfahrt genossen wurde.

Autor: Heinz Reinhardt