Traditionelles JDAV Pfingstcamp in Kroatien

02. Juni 2017 - 11. Juni 2017, Rovinj.

img3471
img3427
img1158
img1462
img1554
img3359
Dieses Jahr führte unsere alljährliche Pfingstausfahrt nach Istrien in Kroatien, genauer gesagt direkt an die adriatische Küste nach Rovinj. Mit 16 Jugendlichen im Alter von 14-22 Jahren, davon 6 Jugendleitern, verbrachten wir dort auf dem Campingplatz „Polari“ eine spannende, von Abenteuern und Spaß gefüllte Ferienwoche.

Direkt am ersten Ferientag trafen wir uns und machten uns mit zwei vollgepackten Minibussen voller Vorfreude auf den Weg. Nach sehr langer Anreisezeit und fast endlosen Staus konnten wir dann endlich unser Camp aufschlagen, die Zelte und Hängematten aufbauen. Nach einem anschließenden Sprung in das erfrischende Meerwasser, konnte sich dann jeder auf seinen Schlafsack freuen. Am nächsten Morgen war endlich Klettern an der Reihe. Auf dem Programm stand zunächst die Erkundung des Klettergebietes „Rovinj“. Wem es beim Klettern zu warm wurde, stürzte sich kopfüber in die Fluten des nahe liegenden Meeres und startete danach erfrischt in die nächste Klettertour - eine tolle Mischung. Tags darauf machten wir uns an die Touren des Klettergebietes "Limski Kanal“.

Doch nicht nur mit dem Klettern konnte man uns begeistern. Meist vetrieben wir uns die Zeit auch mit Volleyball spielen, Baden, Highlinen, Tauchen, Tanzen, Eis essen und einer Vielzahl an anderen tollen Spielen. Abends nach dem Essen, was täglich ein kulinarisches Erlebnis war, gab es noch Fortbildungsmöglichkeiten für die Gruppe: Tipps und Tricks zum Standplatzbau, Prusiken oder Umbinden am Fels, sowie sicheres Abseilen, wurden mit großer Begeisterung verinnerlicht. Am letzten Tag genossen wir noch einen Besuch im Kult-Klettergebiet „Dvigrad“ und sicherten uns somit einen gelungenen Abschluss der Ausfahrt, bevor wir uns am darauf folgenden Tag schweren Herzens an die Rückreise machten. Alle waren traurig dass die Zeit wieder so schnell vorüber war und so wurden auf der Rückfahrt bereits  erste Pläne für das kommende Jahr geschmiedet.

Und hier nochmal der Artikel, der wohl aus einem anderen Jahrhundert stammt... :D

Hier sitze ich nun, zücke meinen Füllfederhalter und beginne mit der Verschriftlichung meiner Reisenotizen. Am 3. Juni, 2017 Jahre nachdem Christi aus dem Mutterleibe plumpste, begab sich der Hofstaat des JDAV Biberach auf eine Reise in den exsozialistischen Herrschaftsbereich Kroatien. Bei einstelligem Wert auf dem Chronografen setzten sich unsere ottomotorbetriebenen Sitzgruppen in Bewegung. Das erste Malheur erfuhr unsereins, als wir auf eine Verstopfung des Reisekanals stießen. Zudem wurde, um Groschen zu sparen, zeitweise auf manuell muskuläre Kraftübertragung zurückgegriffen. Nichtsdestotrotz erreichten wir nach 15 Umrundungen des Minutenzeigers die großdeutsche Kolonie Polari und errichteten unsere provisorische Urlaubsresidenz. Auch der niederste Plebs fand seinen Schlafplatz in aufgehängten Stofffetzen und genoss die Kälte der Nacht in vollen Zügen. Sogleich nahm auch die kaiserliche Cuisine, welche unsere Wenigkeit auch den kommenden Wochenzyklus mit deliziösem Gaumenschmaus versorgte, ihre Arbeit auf und stopfte die gierigen Schlünder des gemeinen Plebs. Wir speisten jedoch nicht nur königlich, sondern genossen auch kraftzehrende Steigungssportarten an zu erklimmenden Gesteinsmassen bei frohlockendem Scheinen des Himmelslichtes. In jenem Schein ließ auch ein Strandspiel mit luftgefüllten Lederlappen und quergespanntem Fischermannsutensil unser Antlitz vor Freude erstrahlen. Die eisernen Huftiere aus den königlichen Stallungen mussten aus Platzgründen leider in heimischen Gefilden zurückgelassen werden, was den ein oder anderen anstrengenden Fußmarsch zur Folge hatte. Nach weiteren Erkundungen fiel uns auch ein mit Nudelwasser gefüllter Tümpel auf, welcher der bereits ein schwimmendes Fort der Opposition beheimatete. Gleichzeitig wurde das Fußvolk angewiesen nur in Ufernähe zu verweilen, um nicht an den Rand der Erdscheibe zu verdriften. Auch gelegentliche Besuche des Koloniezentrums Rowinjot wussten das Gesindel glücklich zu stimmen. Hier versuchte man sich an kalten Süßspeisen oder am Erwerb von sonnenverdunkelnden Doppelmonokeln. Beobachtete man das Fußvolk, fiel dem Betrachter sofort die offen gelebte Narrenfreiheit auf, welche den gemeinen Plebs zu allerlei schelmischen Zwischenrufen und Schabernack zu Kosten des restlichen Gesindels anstiftete.
Schließlich musste der Hofstaat aber wieder, um die Herrschaftsansprüche in heimischen Gefielden nicht zu verspielen, die lange Rückreise zurück nach Biberach antreten. Der Hofstaat sieht sich jetzt erholt und blickt sehnsüchtig auf das nächste Jahr in welchem die nächste Erkundungsreise bevorsteht.

Und hier zu guter Letzt noch ein Link zu dem Video, das wir geschnitten haben: YouTube

Autor: Philippe Pieper (Andi, JP, Hannes)