Christihimmelfahrt im Frankenjura

14. Juni 2017, Frankenjura.

Es war einmal, zur Jährung der Himmelfahrt, eine Gruppe Trolle, Gnome und kleiner Wichte.
Sie hatte hart an ihrem Alltag zu nagen, Arbeit, Studium und Schule machten ihre Finger wund, Rücken krumm und ihre Lider schwer. Sie alle folgten dem Ruf der Kalkheiligtümer Frankens. Die alteingesessenen Bergtrolle Biberachs nahmen in ihren Kreis noch weitere stattliche Felsdämonen auf, bis sie 7 an der Zahl waren.
Nach einem ersten Besuch in der Hexenküche, wo für die dortigen Kessel genug Blut, Schweiß und Tränen hervorgebracht wurden, verschlug es die Gefährten in die sagenumwobene Elfenwelt, wo sich der barbarische Haufen am Beklettern des „Direkten Elfenficks“ (7-) ergötzte. An Manchen nagte allerdings ein tragischer Fluch der Hexenküche, sodass sie gezwungen waren ihre Schmerbäuche in Hängematten und auf Seilsäcken auszuruhen.
Erquicken konnte sie lediglich ein Bad in den Eisquellen von Eichomarel. Dort bewiesen die tapferen Recken ihre Willensstärke, denn sie ließen sich nicht dazu hinreißen, das Gewässer durch ein Goldopfer zu erwärmen.
Auch am Felsen des Bären galt es mannigfaltige Herausforderungen zu meistern, was sogar stabile Sechserkletterer zum 8er klettern verführte. Nach dem Sezieren der sehr senkrechten Segmente in der sengenden Sonne, waren alle sehenswert selig. Zu guter Letzt wurden auf jeden Fall alle vom Zauber des Ortes erfasst, ihre Lieder wieder leicht, ihre Augen wieder glänzend vor Freude, ihre Schultern wieder aufrecht und breiter, die Beschreibung ihrer Oberarme würde jeglichen Rahmen sprengen und die Breite ihrer Schultern das Format dieses Berichtes. Glücklich, zufrieden und streng riechend zerstreuten sie sich wieder in alle vier Winde, mit einem Lächeln auf den Lippen vom nächsten Felsabenteuer träumend.
Und wenn ihnen der Feenstaub(1) nicht ausgeht, dann klettern sie noch heute.

(1)Weißes Zeug in zylinderförmigen Behältern

Autor: Die Gruppe