Hochtour Gran Paradiso

31. August 2019 - 05. September 2019, .

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Dieses Jahr ging es unter der Leitung von Stefan in den ältesten Nationalpark Italiens: Den Gran Paradiso. Mit dem Ziel natürlich den Gran Paradiso mit seinen 4061m zu besteigen.

Die Anreise begann für die einen bereits am Freitag für die anderen in der Nacht zum Samstag. Vor Ort traf dann die T5 Fraktion auf die Nachtschwärmer an einem Wanderparkplatz im Hochtal Valsavarenche. Von dort ging es am gleichen Tag auf die erste der beiden Hütten „Rifugio Chabod“ auf 2750m. Eine kleine Hütte, die aber dennoch viel Platz bieten konnte für viele die den Gran Paradiso besteigen wollten. Wir ließen den Tag an der Hütte ausklingen bei gutem Essen, dem ein oder anderen „Panache“ und natürlich gutem „Vino del Cassa“. Am nächsten Morgen ging es dann bereits schon früh los. Das Ziel war das „Biwack Sberna“ welches auf Rund 3414m liegt. Hier konnten wir bereits nach kleinem gekraxle über Felsblöcke die Steigeisen aufschnallen und später am übrig gebliebenen Gletscher als Sechser Seilschaft gehen. Durch den Gletscherschwund war es uns leider nicht möglich das Biwack zu erreichen und wir fokussierten uns dadurch auf die Tipps und Tricks von Stefan, mit dem Gehen von Steigeisen und simulierten die ein oder andere Situation am Gletscher 😊.

Der Tag endete wieder gegen Nachmittag an der Hütte bei gefühlt 20 Runden Offiziersskat, Mau-Mau und dem ein oder anderen Nickerchen um Kraft zu tanken oder Schlaf nachzuholen. Nach zwei Nächten auf dieser Hütte sollte es bereits am nächsten Tag zur zweiten Hütte der „Rifugio Vittorio Emanuelle II“ auf 2735m über einen Panoramaweg gehen.

Nachdem wir am nächsten Tag an der zweiten Hütte ankamen und uns mit Kaffee versorgten, gingen wir bereits schon die erste Strecke des Gran Paradiso Normalweges. Aufgrund der Wetterlage beschlossen wir am nächsten morgen bereits die Tour zum Gran Paradiso über den Normalweg zu gehen.

Früh am Morgen ging es am Dienstag über den bereits bekannten Weg zum Gletscher. Am Anseilplatz wurden wieder Steigeisen, Pickel und Gurt ausgerüstet. Nach dem Anseilen ging es dann über eine bereits ausgetretene Firnstrecke zum Gipfel. Unterwegs gab es beeindruckende Gletscherlandschaften mit 2-3 Spalten und wunderschönen Panorama. Das Wetterglück war vollkommen auf unserer Seite, so konnte man am Himmel weit und breit keine Wolke entdecken und die Fernsicht auf die Großen, wie den Mont Blanc, war permanent gegeben. Kurz vor einer kleinen Gipfelkletterei im zweiten Grad gab es noch eine kurze 40 Grad Mischung aus Eis und Firn zu überwinden. Und Schwups stand man neben der schick dekorierten Madonna auf dem Gipfel. Weit und breit bis auf ein Nebelmeer Richtung Turin im Südosten keine Wolke zu sehen. Leider wurde der Genuss durch eine andrängende Herde unterbrochen und man konnte von Glück sprechen „nur“ fünf Minuten auf dem Gipfel verbringen zu dürfen. Beim Abstieg wurde wieder die ein oder andere Spalte übergangen und an den Besten und entspanntesten Ausblicken gerastet. An der Hütte angekommen immer noch bei bestem Wetter konnte man den Tag wieder bei Panache oder Rotwein Revue passieren lassen.

Am letzten Tag auf der Hütte wollten wir noch den Gipfel „Tresenta“ auf 3609m besteigen. Allerdings war dieser ebenso durch den Gletscherschwund, nur durch bröckeliges und rutschiges Gestein bis zum Gipfel machbar. Darum entschieden wir uns in einer Scharte in die Sonne zu setzen. Der Abstieg ging dann durch abenteuerliche Wegfindung über Gletscher und Fels zurück zur Hütte.

Letztendlich stiegen wir dann am Letzten Tag, dem Donnerstag ins Tal ab. Indem die meisten sich auf die Fahrt nach Chiavenna zur „Sagra dei Crotti“ aufmachten.

An dieser Stelle vielen Dank für die schönen Tage und die super Organisation der Tour!

Autor: Yannick Waletzek