Über uns

In der Hochtourengruppe versammeln sich Bergbegeisterte der verschiedensten Stilrichtungen. Das Alter ist ziemlich homogen zwischen 25 - 65 Jahren verteilt. Wir treffen uns einmal monatlich im DAV-Haus zur Tourenbesprechung, zum Erfahrunsaustausch und zum gemütlichen Plausch. Wer Interesse hat an anspruchsvollen Berg-, Ski-, Hoch- oder Klettertouren, an gemeinsamen Wanderungen oder wer neue Bergkameraden kennenlernen will, kann sich bei einem der Tourenführer melden oder einfach mal bei einem unserer Treffs vorbeischauen. Von einfachen Wanderungen über anspruchsvolle Bergtouren, Klettertouren (bis zum alpinen V. Schwierigkeitsgrad) bis zu grandiosen Hochtouren wird alles geboten.

Übungsleiter

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Holger Geier

FÜL Hochtouren

Tourenführer Hochtouren, Klettern, Eisklettern

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Thomas Auer

FÜL Hochtouren

Leitung Hochtourengruppe
Tourenführer Klettern, Hochtouren

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Stefan Uhl

FÜL Hochtouren & Skitouren

Tourenführer Hochtouren, Klettern, Skitouren

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Sandra Freigang

FÜL Hochtouren

Tourenführerin Hochtouren, Klettern

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Michael Sonntag

Tourenleiter Hochtouren, Klettern, Ski(hoch)touren

Tourenführer Skibergsteigen, Hochtouren, Klettern

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Berichte

Piz Palü Überschreitung & Piz Bernina

26. August 2017 - 29. August 2017, Engadin.

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Im Reich der Diavolezza

Am Samstag ging es um 6.00Uhr in Biberach los. Mit Auto und Bergbahn kamen wir schnell und bequem zu unserer Unterkunft auf der Diavolezza. Der Begriff Hütte wäre sicherlich untertrieben, Unterkunft und Bewirtung ließen keine Wünsche offen. Nachmittags wurden die Kenntnisse der Spaltenbergung aufgefrischt und im Rahmen einer kleinen Eingehtour der Weg auf den Gletscher ausgekundschaftet. Dieser musste am nächsten Morgen in Dunkelheit bewältigt werden.

Um 4 Uhr am nächsten Tag ging es los. Die ganze Mannschaft brach zum Gletscher auf. Und schon an diesem Morgen sollte uns bewusst werden, dass wir im Reich der Diavolezza (die Teufelin) unterwegs waren: alle Stirnlampen leuchteten hell, bis auf eine. Doch trotz kleiner Neckereien der Diavolezza, erwartete uns nach ein paar hundert Höhenmetern ein grandioser Gletscherbruch, mit beeindruckenden Spalten und Eisformationen. Bei aufgehender Sonne gönnten wir uns die erste Pause und fanden den Weg durch das Spaltenlabyrinth. Weiter ging es über einen zunächst steilen dann luftigen Firngrat. Diesem folgend überschritten wir den Ost- und Hauptgipfel des Piz Palü (3901m) und gelangten zum Piz Spinaz.

Hier kletterten wir über sonnengewärmte, meist große Granitblöcke, auf dem wiederum sehr luftigen und aussichtsreichen Grat, in die Fuorcola Bellavista hinab. Über die Terrassen der Bellavista und den spaltenreichen Morteratsch-Gletscher ging es Richtung Hütte. Doch auch auf diesem Wegabschnitt wollte die Diavolezza uns necken. Sie sandte und den Steigeisen-Teufel. Viele Male wollten die Steigeisen andere Wege nehmen wie ihr Besitzer. Dennoch erreichten wir zufrieden und voller guter Laune die Marco e Rosa Hütte auf der italienischen Seite.

Am Montag sollte es bei unsicherem Wetterbericht (Diavolezza lässt grüßen) auf den Piz Bernina gehen. Wir starteten um 6.00 Uhr über den steiler werdenden Gletscher zum Fuß des Spallatgrats. Der Steigeisenteufel begleitete und weiterhin. Allerdings war er wohl stärker als der Wetterteufel, sodass wir trockenen Fußes, mit einigen Steigeiseneinlagen, weiter konnten. Wir kletterten über den gut zu sichernden Felsgrat, mit kurzen eingelagerten Firngraten, auf den Gipfel des Piz Bernina (4049m). Dort genossen wir unser Vesper und die Aussicht auf das ganze Gebirgsmassiv.

Auf dem Rückweg ließen wir uns durch kurzen Schneefall nicht aufhalten und gelangten wohlbehalten, über mehrere Abseilstellen, zurück zur Marco e Rosa Hütte. Dort erwartete uns ein wiederkehrendes drei-gängiges Abendessen, aus dem man sich das Beste heraussuchen konnte. Erwähnenswert ist noch die, für italienische Hütten typische, gute Weinkarte.

Am nächsten Morgen stand der Rückweg zum Berghaus Diavolezza an. Draußen pfiff der Wind und heulte durch das Gebälk der Hütte. Umso erfreulicher war der Blick aus dem Fenster, die Wolken des Vortags waren vertrieben. Man sah blauen Himmel und strahlender Sonnenschein kündigte sich an. Zurück führte uns unser Weg über die Terrassen der Bellavista zum Fortezzagrat, der uns mit mehreren Abseilstellen, kraftsparend, zunächst auf den Fortezza- und dann auf den weitläufigen Persgletscher brachte. Es folgten noch eine Durchquerung des Gletschers und ein kurzer aber anstrengender Gegenanstieg, bevor wir auf der Terrasse der Diavolezza das grandiose und überwältigende Panorama bei kühlen Getränken genießen konnten.

Vielen Dank an Sandra für die Planung und umsichtige Führung dieser großartigen Tour!

Autor: Lydia Muys

Klettern um die Darmstädter Hütte

18. September 2017 - 23. Juli 2017, Verwall.

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In der zweiten Julihälfte ging es unter Holgers kundiger Leitung ins Verwall, zur Darmstädter Hütte (2384m), zum Klettern. Wir waren zu sechst. Wie so oft im Juli war die Wetterlage instabil, und als wir vormittags in St. Anton ankamen, warteten wir erst einmal den Niedergang eines heftigen Gewitters im Auto ab. Kurz nachdem  wir uns dann mit den schweren Rücksäcken voller Seile und Metallwaren auf den langen, langen Hüttenzustieg aufgemacht hatten, erlebten wir eine angenehme Überraschung: Der Vater des Hüttenwirts passierte uns mit dem Auto und bot uns an, unsere Rücksäcke zur Hütte mitzunehmen. Das war in der Tat eine große Erleichterung, die uns den langen Hatsch auf dem Fahrweg sehr viel angenehmer machte. Nach kurzer Hütteneinkehr nutzten wir den nahegelegenen Klettergarten „Schneekönig“, um uns in den gut gesicherten Einseillängenrouten bis zum unteren siebten Grad mit dem lokalen Gneis vertraut zu machen. Zum Abendessen konnten wir dann erstmals das kulinarische Glanzlicht der Hüttenküche genießen, die große Auswahl liebevoll selbst gemachter Knödel.

Am nächsten Morgen sah das Wetter zunächst einmal gar nicht so schlecht aus. Wir machten uns auf zur „Kirche“, einem gut 200 Meter hohem Felsriegel, der Küchelspitze vorgelagert und vom Küchelferner eingerahmt, der einige Mehrseillängenrouten bietet.  Wir stiegen in zwei  Dreierseilschaften in die „Ministrantenrennbahn“ (V) ein. Nach dem ersten Stand  zweigte die eine Seilschaft in das „Fegefeuer“ (V+) ab, einem langen und schönen Körperriss am sogenannten Beichtstuhl, während die andere die Rennbahn weiter unter die Hufe nahm. Oben trafen wir wieder zusammen, vom Beichtstuhl führte eine schwere, nasse und heikle Verbindungslänge (VI) zurück zum Ausstieg der Ministranten, die souverän von Holger geführt wurde. Beim Abseilen erwischte uns dann doch ein kräftiger Regenguss und wir trabten begossen zur Hütte zurück. Das Schlechtwetter des Nachmittags konterten wir durch Bouldersessions in der Hütte, deren Innenwand einige interessante Probleme bereithielt. Sogar Crashpads gab es. Und bald war wieder Knödelzeit.

Am Freitag machten wir uns auf, um über den versicherten Südgrat das Gipfelkreuz der knapp 3000m hohen Westlichen Faselfadspitze (2993m) zu erreichen. Eine schöne Tour, die großartige Blicke auf die beeindruckende  Nordostwand der gegenüber liegenden  Kuchenspitze gestattete. Im Abstieg machten wir Halt an den Weisskopfplatten, um dort einige Seillängen der vorzüglich gesicherten Kletterrouten im 5ten und 6ten Grad zu  klettern. Wieder vertrieb uns einsetzender Regen. In einem direkt bei der Hütte gelegenen Klettergarten („Schweinestall“) gelangen uns später noch einige Längen in den Regenfenstern, bevor die Knödel riefen.

Für den letzten Tag war immer noch kein ausreichend stabiles Wetter in Aussicht, dass uns unser geplantes Highlight, die 10 Seillängen der “AKW (V-) an der östlichen Faselfadspitze ermöglichen sollte. So suchten wir den Klettergarten weiter östlich an der gleichen Wand mit seinen doch auch immerhin fünf Seillängen langen Routen auf. Jeweils zwei schöne Touren  gelangen unseren beiden Dreierseilschaften, der „Gschenkta Satz“ (V) und die „Totale Absolution“ (VI+), und so kamen wir dann doch auch auf die zehn Seillängen. Das Wetter hielt an diesem Tag erstmals durch, und erst am Abend waren wir gerade noch rechtzeitig bei den Knödeln.

Fazit: auch bei schwierigen Wetterbedingungen gelangen uns schöne Touren und ausgefüllte Klettertage in einer großartigen Landschaft. Wir haben uns auf die Bedingungen eingestellt, waren flexibel, und  jeden Tag ging irgendetwas. Riesendank an Holger, der das möglich machte!

Autor: Volker Mahlbacher

Bergrettung Koblach

25. Juni 2017, Koblach.

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Das tiefdunkle Blau im Regenradar für die Vorarlberger Rheinebene verhieß nichts Gutes, als wir in Biberach losfuhren, doch der Wetterbericht versprach Besserung in gut einer Stunde also genau die Zeit, die wir bis nach Koblach brauchen würden. Nun ja, in der Tat wurde der Regen weniger als wir am Klettergarten ankamen, mehr aber auch nicht und der Fels war natürlich auch noch klatsch nass. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen und es bedarf wenig Überzeugungsarbeit und schon wurde der Tagesplan von einem Abschlussbiergarten zu einem Anfangskaffee umgestellt. Die Entscheidung war Goldwert, denn nur kurze Zeit später schüttete es aus Eimern, während wir ein Heißgetränk im Trockenen schlürften. Die Zeit ließ sich aber auch gut nutzen, um mit ersten Theorieeinlagen zum Thema Notruf, Unfallsicherung und Co zu beginnen. Und weil´s bei der zweiten Runde Kaffee immer noch nass war, begannen wir eben mit Trockenübungen - logisch oder? :-) Wahrscheinlich hielten uns die anderen Gäste für total bescheuert, aber wir fingen an, Seile auszupacken und ein vermeintlich Beinverletzter wurde in diversen Seilschlingen eingewickelt und von einer oder zwei Personen über die Terrasse geschleppt. Petrus hatte dann doch noch ein Einsehen und wir verlagerten unsere Wirkungsstätte endlich an den Fels, der super schnell abtrocknete. Unter gutmütigen Realbedingen - der Standplatz verfügte über genügend Platz, um bequem herum zu stehen - wurde von nun an ständig jemand am Seilhängend nach unten und wieder nach oben befördert. Nach vielen "Aufs" und "Abs" konnten wir dann ein Seil verlängern, wenn es uns beim Abseilen ausgehen sollte, jemanden Huckepack nach unten transportieren und per Expressflaschenzug oder loser Rolle wieder nach oben zerren. Natürlich durfte eine Runde Selbstrettung mit Prusikschlingen nicht fehlen und die Gardaklemme wurde auch noch schnell angerissen. Das ganze Programm schafften wir dann aufgrund der langen Regenpause leider doch nicht mehr, aber die wichtigsten Griffe und vor allem der Schleifknoten sollte nun bei allen sitzen.

Die Erkenntnisse des Tages aber waren, dass es der Sackstich, mit dem zwei Seile verbunden werden, doch tatsächlich relativ problemlos schafft, sich durch einen Halbmastwurf im Karabiner zu wurschteln und dass die Reibung bei einem Doppelseil den Expressflaschenzug zu einer extrem schweißtreibenden Angelegenheit macht. Die Mädels mit dem Einfachseil hatten hingegen keine Schwierigkeiten, selbst die Jungs nach oben zu befördern. Und last but not least, dass auch Schlechtwetter einen Vorteil hat: Am Tag vorher wären wir in der Felswand gegrillt worden, so war die Übungszeit zwar kürzer, dafür aber bei sehr angenehmen Temperaturen :-).

Besten Dank an Sandra, die uns all die Knoten, Griffe und Kniffe geduldig zeigte und solange üben ließ, bis es bei allen auch mit der eigenen Ausrüstung saß. In der Hoffnung, dass man das Gelernte nie wirklich anwenden muss, ist ein Wiederholungskurs zum Auffrischen in ein paar Jahren schon fest eingeplant.

"Schnupper"-Eisklettern oder so ähnlich

13. Februar 2017 - 14. Februar 2017, Pitztal.

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Was war denn da dieses Jahr nur los? War das Schupper-Eisklettern ansonsten recht gut besucht, so gab's dieses Jahr nur eine Anmeldung. Egal, das Eis im Pitztal stand zu gut um die Tour zu canceln und da ich Tobi ja nun mittlerweile doch recht gut einschätzen kann und weiß, das ich ihm im Nachstieg einiges zumuten kann, bekam er kurzerhand ein Upgrade: Mehrseillängentouren bis WI4+. Ausgeschnuppert! Da ich sowieso schon im Kaunertal war hab ich mich am 12.02 mit Tobi in Imst getroffen. Begonnen haben wir dann gleich mit gemütlichen Teil: Mit die besten Steaks der Welt gibt's im Restaurant am Fischteich in Jerzens (siehe Fotobeweis). Unbedingt probieren! Am nächsten Tag haben wir uns den Stallkogelfall im vorderen Pitztal vorgenommen. 3 schöne lange Seillängen die sich konstant bis zur finalen WI4+ steigern. Eine eindrückliche und nicht unanstrengende Unternehmung und Tobi's erster amtlicher Wasserfall. Glückwunsch! Weil er das so gut gemacht hatte haben wir uns am Nachmittag gleich noch einen zweiten Wasserfall gegenüber vom bekannten Luibisbodenfall geschnappt. Hier hat Tobi, der ja schon Einiges an Erfahrung im Eis hat, seinen ersten Vorstieg im gut gestuften WI 2 - 3  Gelände absolviert. Den Wasserfall kannte ich nicht und allgemein standen diesen Winter im Pitztal einige völlig unbekannte Eisgebilde. So war das Ziel für den nächsten Tag auch schnell gesichtet. Oberhalb von Neuruhr gab es einen weiteren unbekannten Eisfall. 3 Seillängen gekrönt von einem steile Eissvorhang. Und die hatten es in sich! WI4+, WI2 und zum Abschluss  eine WI5 Länge. Längere senkrechte Passagen und wunderschönes Blumenkohleis brachten Waden und Oberarme zum Glühen. Die für den Nachmittag geplante Mixed-Klettereinlage in der Kitzgartenschlucht haben wir uns auf Grund akuter, vollständiger Zerstörung gespart. Ein Spitzenausflug den man natürlich aber auch nur zu zweit machen kann. Danke Tobi & Respekt für die Super Leistung

Autor: Holger Geier