Werktagsskitouren 2019

27. Januar 2020 - 27. Januar 2020, .

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Werktagsskitouren 2019

Kranzegg, 11. Januar 2019

Dazu berichtet Klaus Boger:

Schneechaos in Bayern und Österreich.
Lawinenwarnstufen 4 und 5. Schwierige Aufgabe für Tourenführer Heinz, eine erste Skitour zu planen. Trotzdem fanden sich am Freitag, den 11. Januar elf Tourengeher zusammen um ins
Allgäuer Alpenvorland zu fahren und eine kurze wetterberuhigte Phase zu nutzen. Bei meterhohem Neuschnee bot es sich an, im Gebiet der zur Zeit stillgelegten Grüntenlifte zu touren. Zudem herrschte dort „nur“ Warnstufe 3 und das Gebiet kann wohl als lawinensicher bezeichnet werden. Am Vormittag ließ sich sogar die Sonne etwas blicken und das Ziel, die bewirtschaftete Grüntenhütte war bald erreicht. Der Schnee reichte teilweise bis ans Dach und die Eiszapfen bildeten einen glitzernden Vorhang rechts und links der versteckten Eingangstür. Die Abfahrt in Richtung Kammeregg bot knietiefen Pulverschnee. Geschwindigkeitsrekorde waren nicht möglich, aber der Reiz bei solchen extremen Schneeverhältnissen sein Können zu testen war durchaus gegeben. Bevor das Gelände zu flach wurde stieg die Gruppe wieder zu Hütte auf um dann entlang der nicht präparierten Abfahrtspisten zum Parkplatz abzufahren. Man war zufrieden.... und da war noch der Hund, der uns beim Aufstieg entgegenkam. Auf unserer Aufstiegsspur! Und der sich weigerte, in den tiefen Schnee auszuweichen um für uns Platz zu machen. Zum Glück kam Frauchen auf Tourenski herangerauscht und empfahl: „Einfach alle die Beine spreizen, dann läuft er durch!“ Wir taten es, und der Hund schlüpfte durch den Menschentunnel. Wenn nur alle Probleme so einfach zu lösen wären!!!

Sonnenkopf, 23. Januar 2019

Dazu schreibt Rosi Reichle:

Am 23. Januar fuhren 11 Skibergsteiger der Werktagsgruppe nach Altstädten bei Sonthofen, um den Sonnenkopf zu besteigen. Die Schneelage war gut, aber die Wettervorhersage war sehr unterschiedlich. Die Gruppe hatte jedoch großes Glück und konnte bei schönstem Sonnenschein den Tag genießen. Der Aufstieg von 1.000 hm war gut zu meistern und die Gipfelrast, windstill im Sonnenschein mit Blick in die Allgäuer Alpen, war wunderbar. Die Abfahrt
ermöglichte nur sehr wenige Tiefschneeschwünge, denn seit Wochen war der Sonnenkopf, aufgrund der Lawinenlage, ein begehrtes Tourenziel und die Abfahrten glichen eher einer Skipiste.

Bleicherhorn, 29. Januar 2019

Dazu berichtet Gerhard Schwarz:

Der Tag hat uns überrascht mit einer knietiefen Neuschneemenge. Dies hat die gesamte Tour sehr stark geprägt - durch die anstrengende Spurarbeit. Zum Glück war wenigstens der Aufstieg bis zur Mittelbergalm (1248 m ) gespurt. Anfangs noch Schneefall aber dann bei Sonnenschein durften wir eine
traumhafte Winterlandschaft erleben. Wegen Lawinengefahr haben wir kurz vor dem Bleicherhorngipfel abgebrochen. Die Abfahrt - mit zweimaligem auffellen - war, bis auf die letzten Höhenmeter, ein Genuss bei jungfräulichen Pulverschneehängen.

Eineguntkopf, 5. Februar 2019

Klaus Boger erinnert sich:

Leider hatte die Oberstiegalpe am Dienstag Ruhetag. Das war aber schon der einzige Wermutstropfen bei der Skitour am 5. Februar auf den Eineguntkopf (1639 m) in der Nähe des Hochgrats. Der Rest war Sonne pur, weitgehende Windstille und ca. 30 cm Neuschnee in bestem Pulver. Die 13 Teilnehmer, darunter 4 sportliche Damen waren begeistert. Die Gipfelrast nach etwa 800 Höhenmetern bescherte nicht nur kulinarische Genüsse (auf Berggipfeln schmeckt auch das einfachste Vesper besser als jedes Gourmethäppchen) sondern auch eine umwerfende Rundumsicht. Die Experten übertrafen sich bei der mehr oder weniger gewagten Bestimmung umliegender Gipfel. Wer Tourenführer Heinz kennt, weiß, dass es mit der einfachen Abfahrt über die weitestgehend unberührten Hänge nicht getan ist. Zweimal Wiederauffellen ist schon drin, um die magische Grenze von tausend Höhenmetern zu knacken und die Spuren der Biberacher AV-Mitglieder auf immer neuen Hängen in der herrlichen Schneelandschaft zu hinterlassen.

Hoher Freschen, 13. Februar 2019

Der nachts frisch gefallene Schnee machte 14 Skibergsteigern Appetit auf die schönen Hänge am Hohen Freschen. Bei strahlendem Sonnenschein und
idealen Schneeverhältnissen, tragender Altschnee-Harschdeckel mit 15 cm Pulverauflage, stiegen wir den Ski-Weg hinauf zum Durchstieg unterhalb des Falben. Ein erster Blick auf die lockenden, unverspurten Hänge bis zum Hohen Freschen hinauf versprach ausgelassene Abfahrtsfreuden. Eine Stunde später, auf dem Sattel zwischen dem Frechen Haus und der Hohen Matona angekommen, stellten wir fest, dass bei Lawinenwarnstufe 3 der Anstieg über die Steilstufe zum Freschengipfel zu riskant war. So haben wir uns entschieden, aus dem Sattel noch weitere 80 Höhenmeter aufzusteigen und auf dem NW Vorgipfel der Matona die verdiente Mittagspause zu machen. Doch selbst die großartigste Aussicht und die herrschende Windstille konnten uns nicht lange zurückhalten. Die Abfahrt in dem gleichmäßigen, ideal geschichteten Pulverschnee ließ uns bis zur unteren Saluveralpe schweben. Hier begann dann wieder die übliche Plackerei mit aufgefellten Skiern zurück ins Skigebiet Gapfohl. Eine rassige Schneise vom Gapfohler Falben versprach für einen kleinen Teil der Gruppe noch ein Sahnehäubchen auf die Tour. Nach kurzem, schnellen Aufstieg wurde es angenommen. Nach der Abfahrt über die Piste zum Parkplatz hatten wir 1200 Hm bewältigt. Ein gelungener Skitag Heinz Switek

Schönberg, 19. Februar 2019

Dazu schrieb Volker Dieffenbacher:

Der Schönberg bei Malbun, Lichtenstein, sollte es bei dieser Unternehmung der Werktagsskitourengruppe sein. Neun begeisterte Skitourengeher machten bei besten Wetterbedingungen auf den Weg. Vom
Parkplatz der Bergbahnen Malbun ging es zunächst einen Wirtschaftsweg den Berg hoch zu einem Sattel, der nach einer ersten kurzen Abfahrt zum eigentlichen Aufstieg auf den Schönberg führte. In weit ausholenden Kehren bei mäßiger Steigung erreichten wir den Gipfel des Schönbergs, der uns eine traumhafte Aussicht bot: Die umliegenden Bergketten strahlten im Sonnenlicht, die Sicht reichte bis zum Bodensee. Nach ausgiebiger Gipfelrast machten wir uns an die Abfahrt, wo uns die erwarteten wechselnden Schneeeigenschaften auch mal zu schaffen machten. Der genauen Kenntnis der Topografie ist es jedoch zu danken, dass wir immer wieder Hänge mit unverspurtem Schnee antrafen, wo jeder mit Genuss schwingen konnte. Das mehrmalige Auffellen wurde gerne in Kauf genommen.

Ponten, 28. Februar 2019

Mit 10 Teilnehmern bei guter Wetterprognose nach Schattwald gefahren, vom Tourengeherparkplatz beim Dorfhaus zum Anfang der Aufstiegsspur rechts vom Bach auf dem Sommerweg (bei reichlich Schnee) zur Stuibensennalpe aufgestiegen und bei zunehmendem Wind und bei Sonnenschein durch das Pontenkar auf pistenähnlicher Schneebedeckung ohne Mühe bis zum Skidepot, ca. 80 Hm unterhalb des Gipfels, gestiegen. Bei heftigem Wind auf dem Sattel war die Versorgung der Felle und der Ski etwas problematisch, Harscheisen, Handschuhe und Mützen machten sich kurz selbständig. Auf dem Gipfel war nur Zeit für ein Foto und dann begann sofort der fluchtartige Abstieg aus der windigen Gipfelzone. Nach umständlichem Ski-Anschnallen ging es dann zügig den gut zu fahrenden Schnee hinunter bis zur Abfahrtspiste Zöblen/Schattwald. Die Tour war um 13 Uhr zu beendet. Warme Frühlingsluft machte die Heimreise angenehm. 




Autor: Heinz Switek